Lieschen Müller gärtnert

Lieschen Müller gärtnert und kocht Suppe draus.

Straßenbegleitgrün als Bienenweide

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Im hiesigen Sprachgebrauch ist immer nur von Ackerrandstreifen die Rede und es wird verkannt, dass nicht nur die Bauern, sondern auch jeder einzelne Garten- und Grundstücksbesitzer seinen kleinen Anteil zur Artenvielfalt leisten kann. Viele Gartenbesitzer unserer Gemeinde warten mehrmals im Jahr sehnsüchtig auf die kommunalen Gärtner, damit sie endlich die ca. 1m breiten „Unkrautstreifen“ vor dem Grundstück -im Fachjargon als Straßenbegleitgrün bezeichnet-  mähen. „Wie sieht denn das wieder aus!“

Sauerampfer

Sauerampfer

Und andere besonders Eifrige nehmen die Sache selbst in die Hand bei soviel Untätigkeit der Gemeinde und mähen mit vorauseilendem Gehorsam den Streifen schon mal ab. Dabei ist der blühende Streifen nicht nur ein Leckerli für Käfer, Bienen & Co., sondern auch für uns Menschen ein Hingucker.

So eine Artenvielfalt hat manch einer in seinem eigenen Garten nicht. Bei unserer Gemeindeverwaltung, die das Motto “ Neuenhagen summt“ verfolgt, kann man sich ein laminiertes Schild geben lassen, bedruckt  mit dem Neuenhagener Maskottchen, das man an seinem Zaun befestigt. An diesen Stellen erfolgt der kommunale Rasenschnitt nur 2 x im Jahr und es kann eine nachhaltige Bienenweide entstehen.

31 Kommentare zu “Straßenbegleitgrün als Bienenweide

  1. Das finde ich eine schöne Idee! Soviel Leben steckt in den ungemaehten Plätzen, richtig abenteuerlich und bunt sieht es da immer aus! 🙂

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  2. Mein Tipp: Klatschmohn wächst auch sehr gut in Pflasterfugen und sieht toll aus.

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  3. „Wie sieht denn das wieder aus“? Schön bunt und lebendig natürlich! Außerdem muss man auch auf die Bienen und co Rücksicht nehmen. Die Stadt als Lebensraum für alle…

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  4. Ich habe auch schon mal erfolgreich Wildpflanzen in meinen Garten umgesiedelt. Generell sind die nicht so begeistert darüber, aber ich habe Wegwarte gehabt (so ein tolles Blau), Kornblumen, Lupinen und selber bei mir in den Töpfen angesiedelt hat sich die Schafgarbe, die finde ich wunderschön.

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  5. Wie lustig, mein Thema heute 🙂
    Schön hast du das geschrieben und bebildert 🙂
    LG Brigitte

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  6. Vielen Dank für deinen Bericht!
    Vor kurzem schaute ich erst wieder in erstaunte Gesichter, als ich darauf hinwies, dass man nicht nur der Landwirtschaft die Schuld geben dürfe (wie es eben diese beiden Gesprächspartern gerade getan hatten), sondern dass jeder, der auch nur ein bißchen Land oder Boden in seiner Obhut hat (oder auch einen Balkon), ganz leicht einen Beitrag für Artenvielfalt leisten kann. Sie sahen mcih an wie ein „Schwalbal wenn´s blitzt“…

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  7. Ja, das ist eine tolle Idee von deiner Gemeinde! Vielleicht werden es noch mehr. Dein Beitrag hat mich jedenfalls daran erinnert, dass ich bei unserer Gemeinde auch mal wegen dem Streifen neben unserem Grundstück nachfragen wollte, ob wir da das mähen übernehmen können. Dort wird immer gemäht kurz vor Blühbeginn gemäht – grummel.

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  8. Das ist wirklich eine schöne Idee von eurer Gemeinde. Unsere mäht aus Sparsamkeitsgründen ohnehin nur zweimal im Jahr – das allerdings genau dann, wenn’s im Plan steht, auch wenn das dann kurz vor der Blüte ist. Dafür haben sie allerdings bei neu angelegten Randstreifen direkt Bienenfuttermischungen ausgesät. Ist ja auch nett und sieht natürlich hübsch aus. Allerdings denk ich mir dabei auch immer: Man könnte ebenso gut einfach wachsen lassen, was sich dort von selbst ansiedelt, das ist auf jeden Fall an den Standort angepasst und hat auf jeden Fall Abnehmer in der Insektenwelt vor Ort.

    Aber um zum Thema zurückzukommen, ich finde es klasse, dass eure Gemeinde realisiert hat, das Disteln, Nachtkerze, Schafgarbe & Co ebenso wertvoll sind wie die fertigen Bienenschutzmischungen. Vielleicht lassen sich ja nach und nach mehr Leute davon überzeugen, und im Idealfall hat das ja auch Vorbildcharakter für andere Orte!

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  9. schönes Wochenende mit Sonnenschein soll uns erfreuen

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  10. Eine tolle Sache ! Super, daß es immer mehr Gemeinden gibt, die umdenken ! Noch positiver wäre es, wenn es gleich zum Standard gemacht würde. Ich freue mich auch immer über diese Wildblumenstreifen. Hier am Grundstücksrand wächst auch sooo viel und irgendwann ist es dann wieder soweit und die Gärtnerkolonne mäht termingerecht….da könnte ich immer einen zuviel bekommen. Das war ja auch eine der Gründe für die Baumpatenschaft bei mir vor der Tür: endlich mäht keiner mehr die „Unkräuter“, die dort wachsen !!! Zu welcher Jahreszeit sollte denn der Schnitt erfolgen ? Wann versamen sich die meisten Pflanzen ? Gibt es da einen bestimmten Zeitpunkt ? Auf dem Grundstück sind sie inzwischen ein bißchen ! weiter. Sie haben eine kleine Wiese stehenlassen und als neulich die Gärtner kamen, haben sie immerhin ! nur die Hälfte abgemäht. Danke für den tollen Bericht. Das kann ja nur Vorbild sein 🙂

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  11. Die Streifen sind superwichtig. Sie beheimaten viele Insekten, die wiederum als Nahrung für unsere Vögel dienen. Der Rückgang bedeutet ebenfalls, dass den Vögeln die Nahrung entzogen wird. Ein Grund warum wir immer weniger Singvögel haben.

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  12. Ja man sollte mehr nachdenken vor dem Handeln. Der Mensch denkt ja immer, er ist der Schlaueste. Auch ich bin gerade im Umdenkprozess und staune immer wieder, wieviele Falter und Insekten auf Balkon u. im Garten tag-und nachtaktiv sind. Manchmal lasse ich jetzt auch das Unkraut stehen, wenn es schön blüht. Auch wenn’s manchmal schwerfällt. LG

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  13. Das ist eine gute Idee. Im Herbst machen viele Städter oder auch Gärtner das ganze Laub weg, dabei ist auch das ein warmer Unterschlupf für viele Kleintiere im Winter.

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