Lieschen Müller gärtnert

Lieschen Müller gärtnert und kocht Suppe draus.

Tomate ist nicht gleich Tomate

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Tomaten sind das Lieblingsgemüse meiner Familie, weshalb der Anbau ein unbedingtes Muss ist. Aber nicht nur bei mir. Meine Freundin pflegt und beerntet mit Hingabe jedes Jahr fünf Tomatenpflanzen auf einem Berliner Balkon. Auch meine Kollegen sind fanatische Tomatenzüchter und ich habe mich an das Bild gewöhnt, dass im Frühjahr auf den Bürofensterbänken die abenteuerlichsten Sorten in kleinen Töpfen keimen. Täglich ein unerschöpfliches Thema.

Wenn ich mich an meine ersten Berufsjahre in einem Berliner Gartenbaubetrieb erinnere, habe ich das Bild von Gewächshäusern voll mit Tomatenpflanzen bis zur Decke rankend, vor Augen. Regelmäßig mineralischer Dünger und Pflanzenschutzmittel waren an der Tagesordnung, sonst hätte die Monokultur im Glashaus nicht funktioniert.Die Pflanzen standen wie die Hochleistungskühe in Reih und Glied und mussten ihren Ertrag pro Pflanze bringen. Irgendwie müssen sich die schlauen Pflanzen aber versucht haben zu wehren, denn nach jedem Arbeitsgang in dem hohen Tomatendschungel hatte ich einen schlimmen Hautausschlag. Ich möchte nicht wissen, was in diesen Tomaten für Pestizidrückstände waren. Die meisten Gewächshaustomaten landeten aber gegen harte Devisen in den Westberliner Supermärkten. Die hiesige Bevölkerung ging leer aus. Sozusagen Glück im Unglück.

In meinem eigenen Garten möchte ich über einen möglichst langen Zeitraum gesunde Pflanzen verschiedenster Sorten mit wohlschmeckenden Tomaten anbauen. Einfach so zur Freude. Einfach Bio. Dabei muss ich herausfinden, welche Tomaten sich für das Brandenburger Freiland am besten eignen. 22 Sorten habe ich aus Samen, bezogen von  von Monika Gehlsen im Wohnzimmer aufgepäppelt und am 1.5.2016 in die Freiheit entlassen. Zu folgenden Ergebnissen bin ich gekommen:

  • Die Sorten 42 days und bloody butcher  lieferten ab 9.7. die ersten Tomaten.
  • Ab 1.8. ernte ich täglich mindestens 500-1000g verschiedenste Tomaten.
  • 4 Sorten mussten wegen Krankheiten eliminiert werden.
  • Von 18 Pflanzen kann gut und gerne eine 4köpfige Familie über den Sommer kommen.
  • Sich selbst ausgesäte Tomaten, die auf dem Kompost wachsen, kamen später und bringen ebenfalls schmackhafte Tomaten hervor. Weiß nur leider nicht, welche Sorte. Egal. Hauptsache es schmeckt.

Und das ist bekanntlich das Beste an der Sache. Die eigenen Tomaten vom Balkon oder aus dem Garten schmecken sowieso am besten.

 

 

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